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Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge:

Seit 2017 gehört zur Krebsfrüherkennung ab dem 50. Lebensjahr auch ein Stuhltest zur Erkennung von Blut im Stuhl. Um verstecktes Blut im Stuhl zu finden und damit evt. frühzeitig Veränderungen der Darmschleimhaut und Vorstufen von Darmkrebs zu entdecken gibt es verschiedene Testmethoden. Ab April 2017  wird nun immer der immunologische (wohl mehr Blutungsquellen entdeckende ) Stuhltest durchgeführt und die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
 

Immunologischer Stuhlbluttest


Dies ist eine neuere modernere Testversion auf verstecktes Blut im Stuhl. Gegenüber den guajak-basierten Tests (chemische Tests) haben sie ein deutlich höheres Potential zum Erkennen von Darmkrebsvorstufen (Polypen, Adenomen) und sind außerdem nicht beeinflussbar durch Nahrungsmittel. Evtl. im Stuhl vorhandenes Hämoglobin wird mittels spezifischer Antikörper nachgewiesen. Dadurch wird es möglich, dass ausschließlich die Spuren menschlichen Bluts erfasst werden und Diäteinschränkungen vor der Untersuchung entfallen. Die o. g. Vergleichsstudie hat gezeigt, dass die Sensitivität für das Erkennen unmittelbarer Krebsvorstufen (Polypen > 1 cm) bei 25% liegt (gegenüber 9% bei guajak-basierten Tests). Tumore werden relativ zuverlässig erkannt.

Vorgehensweise: an einem Tag müssen beim Stuhlgang an 3 verschiedenen Stellen  Stuhlproben entnommen und in ein Röhrchen mit einer Pufferlösung eingefüllt werden. Einige Tropfen dieser Lösung werden später auf eine Testkassette  aufgetragen. Ob sich im Stuhl menschliches Hämoglobin befindet, zeigt sich innerhalb weniger Minuten. Erscheint neben dem Kontrollstreifen im Kassettenfenster ein zweiter Streifen, ist das Testergebnis positiv und die Ursache muss durch eine Darmspiegelung abgeklärt werden.

Vorteile:  Der immunologische Test ist hochsensitiv und wird schon bei geringsten Blutspuren positiv. In Studien konnte gezeigt werden, dass durch ihn deutlich mehr Fälle von Dickdarmkrebs in frühen Stadien sowie Krebsvorstufen erkannt werden. Außerdem entfallen Diätvorschriften vor der Untersuchung.

Nachteile: Die hohe Empfindlichkeit und Genauigkeit des Tests wird durch die Tatsache eingeschränkt, dass Tumore und Vorstufen von Tumoren nicht dauernd bluten - der Grund, warum alle Tests, die nach Spuren verborgenen Bluts im Stuhl suchen, jährlich wiederholt werden müssen.


Keine Angst bei positivem Testergebnis!
Sowohl beim chemischen (= früher benutzter Methode) als auch beim immunologischen Stuhltest gilt: Blutspuren im Stuhl sind nicht nur auf blutende Tumore zurückzuführen, sondern können auch andere Ursachen haben, zum Beispiel Hämorrhoiden oder harmlose Verletzungen der Afterschleimhaut. Um die genaue Ursache für die Blutspuren zu erfahren, ist es wichtig, ein positives Testergebnis immer durch Darmspiegelung abklären zu lassen. Wenn die  Blutspuren durch einen bösartigen Tumor verursacht wurden, sind die Chancen groß, dass dieser noch in einem frühen Stadium ist und die Heilungsaussichten gut sind.
 
Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Angelika Lauscher (Inh.)
Imme Koll
(angestellte Ärztin)
Strietweg 3
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